REISE: New York State of Mind

Kaum eine Stadt auf dieser Welt löst so viele widersprüchliche Emotionen aus. Man liebt sie, man hasst sie, man bewundert sie, begehrt sie, vermisst sie und schmückt sich mit ihr. Diese Stadt hat etwas zutiefst Menschliches an sich. Zuletzt war sie die stillste Stadt der USA, inzwischen ist sie wieder laut, stickig, schmutzig und so was von lebendig und faszinierend.


Dem New York State of Mind kann sich keiner entziehen. Die Gegensätze in der City sind extrem – sie schwanken zwischen fein und rau, zwischen arm und reich, jung und alt, old-school und mega-hip, banal und sophisticated, bunt und schwarzweiß.


New York City ist die Außergewöhnliche und Unvergleichliche. Kaum eine Stadt auf dieser Welt löst so viele widersprüchliche Emotionen aus. Man liebt sie, man meidet sie, man bewundert sie, begehrt sie, man vermisst sie und schmückt sich mit ihr. Man kann nicht mit ihr und auch nicht ohne sie. Wer einmal hier war, kehrt wieder. Jeder Versuch, diese Stadt auch nur grob zu umreißen, ist zum Scheitern verurteilt. Ich versuche es trotzdem – aus meiner sujektiven Perspektive.

Die großartige Bar cloudM des citizenM Bowery Hotel - die Lower Eastside meine Liebingslocation in New York.

Diese kleine Momentaufnahme von Juni 2022 fokussiert auf wenige Aspekte: unterwegs sein in einer Mega-City, die Stadt von oben genießen, einen bunten Art-Mix von Musik, Theater und Film – und wie lebt es sich in "Manna-Hatta"? Das Wort bedeutet "hügeliges Land", es wurde von der Urbevölkerung so bezeichnet, bevor Nieuw Amsterdam 1626 von den Niederländern günstig gekauft und 1664 schließlich von den Briten erobert und in New York umbenannt wurde.


Tribeca Festival 2022 mit österreichischen Highlights

Das Highlight: Weltpremiere für "Breaking the Ice" am von Robert de Niro gegründeten Tribeca Festival mit Alina Schaller in der Hauptrolle (hier mit den stolzen Eltern). Ab November 2022 in Österreichs Kinos.

Im Bild die Hauptdarstellerinnen Alina Schaller (links) und Judith Altenberger (rechts), Regisseurin und Drehbuchautorin Clara Stern (Mitte).

Um drei Uhr sind selbst die Straßen New Yorks einmal still. Der Vollmond ist ein wunderbarer Wegbegleiter.

Action gibt es Tag und Nacht am Touristen-Hot-Spot Times Square.

Schach für NYC-Fans.

Nacht in der City - diese lässt sich am feinsten am Dach genießen.

Der teuerste Bahnhof der Welt kostete rund 4 Milliarden Dollar. Der Architekt ist der spanisch-schweizerische Superstar Santiago Calatrava.


Ground Zero

Ground Zero. In New York City liegen ganz unten und ganz oben sehr nah beieinander. "Ground Zero" ist fast immer Ziel eines Tagesausflugs. Der Blick auf die Memorials an genau der Stelle, an der ehemals die höchsten Twin Towers der Welt standen, berührt. Der Schmerz von Verlust und Zerstörung nimmt den Atem. So glitzern die beiden quadratisch angelegten Wasserfälle wie tausende Tränen in der Sonne und fallen in ein schwarzes quadratisches Loch ohne Boden in der Mitte des Sees.



Ein paar Tipps für alle, die sich vor die Tür wagen: gutes Schuhwerk ist eine absolute Notwendigkeit, denn neben der New York City Subway, deren Linien von C bis M nahezu rund um die Uhr fahren, sind die eigenen Beine wohl das wichtigste Fortbewegungsmittel. Täglich 20 Kilometer zu Fuß sind ein guter Schnitt. Wer viel sehen möchte: unbedingt Bus fahren. Die Busse in New York fahren rund um die Uhr, sind erstaunlich flott unterwegs und oft menschenleer.

Ein Must mit den Öffis: einmal von Brooklyn nach Manhattan oder umgekehrt mit der M-Linie. Diese fährt als High Line über der Erde und vor allem über eine eigene Brücke direkt neben der berühmten Brooklyn Bridge in die City. Der Blick vom East River Richtung Zentrum und im Süden zur Freiheitsstatue ist einzigartig. Außerdem finden sich viele attraktive Graffiti-Hauswände entlang der Strecke und das echte wie abgefuckte New York. Zudem ermöglicht der Trip etwas Erholung von der Action in Manhattan, wenn man einfach irgendwo in Brooklyn aussteigt – die niedrigen Häuser hier lassen den Atem freier fließen als es zwischen den Wolkenkratzerschluchten in der Innenstadt möglich ist.

Alternative zu Fuß: Wer im Bowery Hotel schläft, sollte morgens vorbei an Chinatown und dem NY Police Department nach Manhattan über die Brooklyn Bridge joggen. Ein unvergesslicher Lauf auf knarrenden fetten Holzbalken in der Mitte der längsten Hängebrücke der Welt mit drei Fahrstreifen links und rechts. Je früher, desto weniger ist los.

Die Brücke mit den zwei berühmten Granitpfeilern wurde von John Roebling geplant, der sich aber bei der ersten Besichtigung der Baustelle 1969 verletzte und an einer Tetanusinfektion verstarb. Sein Sohn Washington übernahm, aber auch dieser wurde Opfer des Bauwerks. Er holte sich die Taucherkrankheit aufgrund der gefährlichen Bauweise mit Caissonkästen, die ins Wasser abgesenkt wurden und in denen das Wasser durch die Erzeugung von Überdruck verdrängt wurde – eine lebensgefährliche Methode, die viele Arbeiter und auch Washington Roebling beeinträchtigte. Er wurde zum Pflegefall.

Zwischen 1873 bis 1883 verantwortete schließlich Emily Roebling, Washington Roeblings Ehefrau, das Bauwerk. Die toughe Selfmade-Woman und Projektleiterin hatte Mathematik und Bauingenieurwesen studiert. Sie nutzte das Wissen ihres verstorbenen Schwiegervaters und besprach sich mit ihrem schwer erkrankten Mann. So erbaute sie das 1.833 Meter lange Wahrzeichen der Stadt und schritt als erste über die berühmten Holzbalken.


One World Trade Center - 541 Meter über dem Boden

Das höchste Gebäude der USA ist das siebthöchste der Welt: das One World Trade Center. Das Besucherzentrum One World Observatory auf der obersten Ebene des 541,3 Meter hohen Wolkenkratzers des 1 WTC wurde 2015 eingeweiht. Es ist einen Besuch wert.

Das höchste Gebäude der USA bietet wirklich atemberaubende Ausbilcke bis tief in die Ebenen rund um NYC.

Besonders in den frühen Abendstunden füllt sich der "Living Room", Bar & Restaurant im 1 WTC.

Stundenlang einfach schauen. Der Rundum-Blick auf NYC erspart den Helikopterflug.


Graffiti-Kunst: der New York Vibe findet sich überall









Der Klassiker - das Empire State Building

Wer es klassisch mag, nimmt den Aufzug in die höchsten Ebenen des Wahrzeichens der Stadt, das zu unserem Besuch stets in den Regenbogenfarben der Pride leuchtete. In nicht einmal acht Jahren wird das Empire State Building 100 Jahre alt sein. Das Besondere des Besuchs: Man kann in der 86. Etage ins Freie hinaus und den sanften Sommerwind genießen. Dabei entdeckt man idealerweise gleich das nächste Ziel: die Rooftop Bar 230 Fifth.


Im jahreszeitlich wechselnden Ambiente sitzt man dort draußen und ist umgeben von den höchsten Gebäuden der Stadt. Die sympathische Biergarten-Atmosphäre im New York Style mit Selbstbedienung lädt bis zur Sperrstunde zum Verweilen und Cocktails-Schlürfen.




Empire State: Blick Richtung Times Square.


Blick von unten: The night is my world ... in der Hitze der Nacht.


New York State of Mind mit Billy Joel

Eine Sensation: das Konzert von Billy Joel im Madison Square Garden.


Dem New York State of Mind kann sich keiner entziehen. Die Gegensätze in der City sind extrem – sie schwanken zwischen fein und rau, zwischen arm und reich, jung und alt, old-school und mega-hip, banal und sophisticated, bunt und schwarzweiß.


New York City ist die Außergewöhnliche und Unvergleichliche. Kaum eine Stadt auf dieser Welt löst so viele widersprüchliche Emotionen aus. Man liebt sie, man meidet sie, man bewundert sie, begehrt sie, man vermisst sie und schmückt sich mit ihr. Man kann nicht mit ihr und auch nicht ohne sie. Wer einmal hier war, kehrt wieder.


Stundenlang kann man hier Menschen beobachten. New Yorker mit Fashion Stylings, die es nirgends auf der Welt gibt. Wie am Laufsteg laufen Menschen bunt, halbnackt, tätowiert an mir vorüber. Männer mit Kleidern, menschliche Cyborgs, nicht Mann, nicht Frau. Alle Geschlechter mit Tüchern, Mänteln, Perlen, Gold geschmückt. Frauen und Männer, Transsexuelle, Menschen aller Hautfarben, mit unmöglichen Haarfarben, mit Perücke und Glatze. Völlig natürlich, abgefuckt, overstylt, underdressed und operiert – im Street Style, New Yorker Chic oder schlicht nicht einzuordnen. Obdachlose Mode-Aficionados und überhaupt Augenweiden aller Art. Ach, wie großartig, hier findet sich der wildeste Art Mix wieder. Wer nicht verrückt aussieht, wird als Fremder erkannt. Stundenlang sitzen und einfach schauen – das ist New York. Es ist eine Stadt für alle Sinne. Schon oft totgesagt, ist New York City lebendiger denn je zuvor. Totgesagte leben länger, heißt es. Sie bleibt eine große Passion, diese Stadt, immer.

Das weiß auch der New Yorker Billy Joel: It comes down to reality, And it's fine with me 'cause I've let it slide. Don't care if it's Chinatown or up on Riverside. I don't have any reasons; I've left them all behind. I'm in a New York state of mind. © Joelsongs


Die ganze Story lesen: oeamtc.at

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